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Haus der Spuren Archive

Zusammenfassung
summary
Gert Schramm war ein Afro-Deutscher, der 1928 in Erfurt als nichtehelicher Sohn einer weißen Deutschen und eines Afro-Amerikaners zur Welt kam. Zunächst wohnte er mit seiner Mutter bei seinem Großvater in Erfurt bis die beiden nach Langensalza zogen. Später wuchs er bei seiner Großmutter in Witterda auf. Dort lebte er, ohne dass er Diskriminierungen aufgrund seiner Hautfarbe ausgesetzt war, bis er 1939 einen NSDAP-Ortsgruppenleiter zum Klassenlehrer bekam. Von ihm erfuhr Gert Anfeindungen und Gewalt, weswegen er begann, die Schule zu schwänzen. Seine Situation verschlimmerte sich fortan. So kehrte er 1941 nach Langensalza zurück. Hier erschwerte ihm der nationalsozialistische Rassismus ebenso die berufliche Ausbildung. Schließlich fand er Arbeit in einer Autowerkstatt, wo er jedoch wenig später von der Gestapo festgenommen wurde. Es folgten Aufenthalte in verschiedenen Thüringer Gefängnissen sowie einem Zwangsarbeiterlager bevor er 1944 in ,,Schutzhaft'' in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert wurde. Im Lager bewahrten ihn kommunistische Häftlinge vor lebensbedrohlicher körperlicher Schwerstarbeit. Zwei Monate nach der Befreiung der Insassen durch die US-Armee ging er erneut nach Langensalza zurück. In seinem weiteren Lebensverlauf führte er verschiedene Berufe aus und beteiligte sich als Mitglied des Buchenwald-Komitees aktiv am Kampf gegen Rechtsextremismus.
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Gert Schramm was an Afro-German who was born in Erfurt in 1928 as the illegitimate son of a white German and an Afro-American. He lived with his mother at his grandfather’s house in Erfurt until they moved to Langenealza. Later, he moved in with his grandmother in Witterda. He grew up there without being subjected to discrimination based on his skin color until 1939 when he was assigned an NSDAP local group leader as his class teacher. From him, Gert experienced hostility and violence, which is why he began to skip school. Gert’s situation worsened from then on, so he returned to Langensalza in 1941. Here, National Socialist racism made it just as difficult for him to complete his vocational training. Finally, he found work in a car repair shop where he was arrested by the Gestapo a short time later. After this incident, Gert was placed in various Thuringian prisons and a forced labor camp before he was deported to Buchenwald concentration camp in 1944 in "protective custody”. In the camp, communist prisoners saved him from life-threatening physical labor. Two months after the inmates were liberated by the U.S. Army, he returned to Langensalza again. Throughout his life thereafter, he pursued various professions and, as a member of the Buchenwald Committee, took an active part in the fight against right-wing extremism.
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